· 

Mein Leben auf dem Ponyhof

Ich habe diese Woche Urlaubsvertretung für unsere Stallbetreiber gemacht. Verantwortung für Haus, Hof und zahlreiche Tiere unterschiedlichster Art.

 

Seit vier Tagen rieche ich rund um die Uhr nach Pferd, finde Heu an Stellen, wo es nichts verloren hat (und zwar in der Wohnung UND am Körper!), renne in aller Herrgottsfrühe stundenlang bei eisiger Kälte von A nach B und wieder zurück (und stelle dabei fest, dass die Wege auf unserem Hof verdammt lang sind!). Meine Fingernägel sind vom Ponys kraulen schwarz und abgebrochen, ich zähle jeden Abend einen wild durcheinanderrennenden Haufen Puschelhühner, werde morgens von drei Schafen ohne Erbarmen angeblökt, weil das Frühstück wohl zu wenig, zu falsch oder was auch immer war. Ich lasse mich von Hahn Rüdiger Alibi-mäßig aus dem Stall picken, damit er vor seinen Damen gut dasteht und meine größte Sorge ist ob Heyhey, das blinde Huhn, auch genügend Körner findet - dafür robbe ich drei Mal am Tag auf allen Vieren durch einen vollgeschissenen Hühnerstall.

 

Und ich stelle fest:
ICH LIEBE MEIN LEBEN!

Blick aus dem Küchenfenster
Blick aus dem Küchenfenster
Kommentare: 2
  • #2

    Anja Blum (Dienstag, 13 März 2018 13:35)

    Einfach herzerfrischend herrlich geschrieben, liebe Heike :) Ich kann dich sehr gut verstehen!

  • #1

    Tina (Montag, 12 Februar 2018 20:08)

    Zu schön das das Paradies auf dich übergeschwappt ist
    Das ist ein großartiger Weg der Heilung mit Tendenz zur Erfüllung �