Antworten auf häufig gestellte Fragen


Hier habe ich einige Fragen zusammengetragen, die mir häufig gestellt werden. Meine Antworten darauf findest du mit einem Klick auf die jeweilige Frage. Möchtest du etwas wissen, das du hier nicht finden kannst? Stell' mir deine Frage gerne über das Kontaktformular und ich werde dir schnellstmöglich persönlich und individuell antworten.


Fragen zu Training und Unterricht

Ja und nein ☺ In meiner Begleitung geht es darum, Wissen über das Wesen der Pferde zu vermitteln, eine gute Kommunikation zwischen Mensch und Tier zu finden und dadurch eine tiefe, vertrauensvolle Verbindung zueinander (und auch zu sich selbst) aufzubauen. Das ist oftmals ein Ziel des Natural Horsemanship. Jedoch wird der Begriff in ganz unterschiedlichen Zusammenhängen und für verschiedenste Methoden verwendet - längst nicht alle davon finden meine Zustimmung. Teilweise distanziere ich mich daher von "klassischen" Horsemanship-Methoden wie dem Wegschicken: ein Pferd zu "jagen", damit es sich mir vertrauensvoll anschließt, ist in meinen Augen (und auch in den Augen der meisten Pferde) paradox. Ich möchte an dieser Stelle jedoch nicht werten. Jedem steht es frei zu entscheiden, welchen Weg er gehen möchte. Mein Weg und meine Definition von Horsemanship sind anders. Daher lautet die Antwort ja und nein: ja, ich unterrichte Natural Horsemanship, und nein, nicht wie es üblicherweise (noch) oft gelehrt wird - sondern eben nach meinem Verständnis, das in großem Maße auch die (Persönlichkeits-)Entwicklung des Menschen umfasst.

Grundsätzlich komme ich zu dir und deinem Pferd - auf eure heimische Anlage, in eure gewohnte Umgebung. Für das Training benötigen wir einen stabil eingezäunten Platz. Im Idealfall wäre das ein Reitplatz, ein Roundpen oder eine Reithalle, im Zweifel reicht aber auch ein Stück Koppel oder Paddock. Ein ebener Untergrund sollte vorhanden sein, das erleichtert vor allem uns Menschen die Arbeit ☺

Sofern es keinen Witterungsschutz gibt behalte ich mir vor, bei extremen Wetterverhältnissen (z.B. starkem Sturm oder massiven Regenfällen) das Training auch kurzfristig zu verschieben. Du wirst dann aber natürlich immer von mir informiert und wir halten Rücksprache. Solltest du keinerlei Möglichkeit haben zu trainieren, kannst du gegebenenfalls auch bei umliegenden Ställen oder Reitanlagen fragen, ob eine Nutzung für die Dauer des Unterrichts möglich ist. Dabei musst du aber mit zusätzlichen Kosten rechnen, die direkt durch dich übernommen werden müssen.

Derzeit habe ich leider kein Lehr- und Leihpferd zur Verfügung, das ich dir anbieten kann. Eine Begleitung ist also nur für dich und dein eigenes Pferd, dein Pflegepferd oder dein Reitbeteiligungspferd, möglich. Wenn du nicht Eigentümer des Pferdes bist, mit dem du an meinem Unterricht teilnehmen möchtest, hole bitte vorab das Einverständnis des Eigentümers ein.

Den Preis für eine Einzelstunde individuelle Begleitung für dich und dein Pferd kannst du meiner Angebotsseite entnehmen. Hier erfährst du auch, was du für dein Geld bekommst und was du von mir erwarten kannst. Die Anfahrt kostet pauschal 0,30 Euro je gefahrenem Kilometer (Hin- und Rückweg). Je mehr Teilnehmer an einem Stall zusammenkommen, desto günstiger wird also der Preis für den Einzelnen. Es lohnt sich daher, auch Stallkollegen und -freundinnen zu aktivieren.

Die Kosten für Theorieseminare richten sich nach Dauer, Umfang, Seminarort und ggf. der Teilnehmerzahl. Sie werden vorab persönlich vereinbart.

Fragen zu den Voraussetzungen

Selbstverständlich! Für meine Begleitung benötigst du kein Vorwissen, da ich immer individuell auf dich und dein Pferd eingehe und euch dort abhole, wo ihr gerade steht.

Dein Pferd muss keine besondere Anforderungen erfüllen, um am Unterricht teilnehmen zu können - genauso wenig wie du selbst. Es geht ja gerade darum, dass ihr zueinander findet: und zwar genau von da an, wo ihr im Moment seid. Es erleichtert die Arbeit, wenn dein Pferd bereits halfterführig ist. Solltest du am Gruppenunterricht teilnehmen wollen, darf dein Pferd natürlich keine Gefahr für dich und andere darstellen. Wenn du dir unsicher bist, etwa weil du ein sogenanntes "schwieriges Pferd" oder "Problempferd" hast, schreib' mich einfach kurz an und wir schauen gemeinsam, ob und wie ich euch helfen kann.

Sei beruhigt - ich habe selbst ein besonderes Pferd und weiß um die Problematiken. Ausgeschlossen wird bei mir erst einmal niemand.

Fragen nach dem Alter des Pferdes werden oft gestellt: "Ist mein Pferd zu jung/zu alt?", "Wann kann ich damit anfangen?", "Das lernt mein altes Pferd ohnehin nicht mehr! Bringt das überhaupt noch etwas?"

Wenn wir uns vor Augen halten, um was es mir in erster Linie geht, sind diese Fragen schnell wieder vom Tisch: ich möchte, dass dein Pferd und du eine tiefe Verbindung zueinander finden. Mein Wunsch ist, dass ihr einander seht, in all euren Bedürfnissen. Dass ihr euch schätzt, wertschätzt und anerkennt. Es geht nicht um Höchstleistungen, die das Pferd erbringen muss. Es geht um das Gefühl zwischen euch, um Kommunikation und Vertrauen. Und um eure Entwicklung. Die beginnt natürlicherweise mit der Geburt und endet mit dem Tod. All die Zeit dazwischen können wir nutzen - immer so, wie es die jeweilige Entwicklungsstufe zulässt. Es gibt also kein "zu früh" oder "zu spät", es gibt nur ein passend/angepasst oder nicht passend/angepasst... ☺

Für das Training benötigen wir einen stabil eingezäunten Platz, z.B. einen Reitplatz, ein Roundpen oder eine Reithalle. Auch ein Stück Koppel oder Paddock ist völlig in Ordnung. Der Boden sollte jedoch eben sein und keine "Stolperfallen" aufweisen, sodass sich Mensch und Tier gefahrlos bewegen können.

Ich empfehle im Unterricht stets Handschuhe und festes Schuhwerk zu tragen - letztendlich kennst du dein Pferd am besten und entscheidest selbst, ob und wie du dich "schützen" möchtest. Ein Pferd ist ein Lebewesen und es steht ihm durchaus zu, auch mal "unplanmäßig" zu reagieren ☺ Wenn sich das Pferd beispielsweise losreißen möchte - und sei es nur wegen eines Missverständnisses - schützen Handschuhe vor Verbrennungen an den Händen. Gerade bei fremden Pferden trage ich IMMER Handschuhe, weil ich nie weiß, was passiert. Sicherheit geht vor, für alle Beteiligten! Sei so mit deinem Pferd zusammen, wie du dich wohl und sicher fühlst. Du kennst dein Pferd, du kennst dich selbst. Es geht um eure Sicherheit, die über allem stehen sollte.

Informationen zur Ausrüstung für das Pferd (Halfter, Knotenhalfter, Strick, etc.) findest du weiter unten.

Fragen zu Ausrüstung und Zubehör

Entscheidend ist aus meiner Sicht für das Zusammensein mit dem Pferd nicht WELCHES Zubehör wir benutzen, sondern WIE wir es einsetzen. Eine Eigenschaft hat dabei oberste Priorität: es muss sicher sein, und zwar für Mensch und Tier! Dabei geht es nicht nur um den einwandfreien Zustand der Ausrüstung, sondern genauso auch darum, dass du dich sicher fühlst.

Zu Beginn reicht in der Regel ein gut sitzendes Stallhalfter und ein etwas längerer Strick. Ich arbeite am liebsten mit einem passenden Knotenhalfter - das im Idealfall sogar individuell auf das jeweilige Pferd angepasst ist. Daran befestige ich ein langes, aber nicht zu dickes Bodenarbeitsseil, das gut in der Hand liegt. Zudem nutze ich einen sogenannten Horsemanship-Stick, auch bekannt unter dem Namen Karottenstecken. Diese "Armverlängerung" ist im Gegensatz zu einer Gerte oder Peitsche eher starr.

Achtung, es gibt beim Horsemanship Zubehör große Qualitätsunterschiede! Bitte kaufe daher nicht irgendwas - ich berate dich gerne, wenn du überlegst, dir Zubehör anzuschaffen. Für den Anfang bringe ich aber immer auch Leihzubehör mit - du kannst dann testen und spüren, warum ich mit welchem Zubehör arbeite, und ob sich das auch für dein Pferd und dich stimmig anfühlt. Solltest du schon eine Ausrüstung haben, schauen wir einfach beim ersten Termin, ob alles passt und funktional ist - du musst dir vorher nichts extra kaufen!

Ich behaupte: kein Gegenstand der Welt ist per se schlecht oder gefährlich - es hängt immer davon ab, wie er eingesetzt wird.

Das gilt auch für das Knotenhalfter. Wenn es nicht passt und daran herum gerissen wird, kann es eine Waffe sein. Daher verwende ich nur Knotenhalfter, die insbesondere in der Nasengegend gut sitzen und nicht zu weit sind. Auch die Dicke der genutzen Seile ist ein Qualitätskriterium. Leider können die meisten im Handel erhältlichen Knotis meine Ansprüche nicht erfüllen. Zudem ziehe, zerre und rupfe ich in der Regel nicht am Knoti! Es ist "zur Sicherheit" am Pferd, im Idealfall hängt mein daran befestigtes Seil während der Arbeit durch. Dass das Pferd NIEMALS am Knotenhalfter angebunden werden sollte und es sich auch nicht für den Koppelgang eignet, dürfte mitterweile hinreichend bekannt sein, kann aber wohl nicht oft genug gesagt werden... Aus Unwissen falsch eingesetzte Knotenhalfter sind eine Gefahr vor allem für das Tier. Daher ist es mir wichtig, dass du auch lernst, welche Knotenhalfter geeignet sind und welche nicht, wie es richtig sitzen muss, wie du es richtig verschließt und einsetzt. Denn dann kann das Knoti ein echt nützlicher und völlig unschädlicher Helfer sein für die Kommunikation mit deinem Pferd.

Ich bin Fan der Seile und Knotenhalfter von Brockamp. Mein Zubehör beziehe ich daher über den Onlineshop von TheNaturalWay*. Hier gibt es auch die Möglichkeit, sich das Knotenhalfter individuell an den Nasenumfang des eigenen Pferdes anpassen zu lassen.

* Wenn du von diesem Shop auch so begeistert bist, habe ich eine Bitte: falls du bei TheNaturalWay bestellst, gib' doch im Feld "Bemerkungen" meinen Namen Heike Gunzenhauser ein - ich bekomme dann eine kleine Provision auf meinen nächsten Einkauf angerechnet, und für dich kostet es keinen Cent mehr. So kannst du mich ganz leicht unterstützen, und dafür bin ich dir von Herzen dankbar ♥ Die Pferde und Menschen, die ich begleite, freuen sich, wenn ich mein Leihzubehör aufstocken kann ☺

Horsemanship FAQ, Unterricht, Voraussetzungen, Horsemanship-Zubehör, Knotenhalfter, Stick / Online-Shop
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